IGEP e.V.: Die Jumelage wird 20 Jahre – ein Rückblick

Stadtwappen

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich 2009 zum 1. Mal mit nach Frankreich fuhr und auf dem Rückweg die Überlegungen begannen, was machen wir zum 10jährigen Jubiläum der Partnerschaft? - Meine Idee betraf eine Chorgründung, die auch schnell verwirklicht wurde. Das war die Geburtsstunde des PaSi (PartnerschaftsSingkreis), der dieses Jahr sein 10-jährige Bestehen feiern kann.

Doch schauen wir zurück auf die Gründung. Nach einem vorsichtigen Sich-Annähern und einem Probebesuch von zwei Französinnen aus Mathieu zum Weihnachtsmarkt 1998, gab es 1999 den ersten Besuch von 12 Gerbrunnern, die sich in Privatautos in die Normandie aufmachten. Drei Tage in Mathieu, und man merkte: wir wollen mehr! - Zurück in Gerbrunn wurden die Ideen von Peter Thiel, dem 1. IGEP Vorsitzenden, dem Bürgermeister und Gemeinderat vorgestellt und dort wohlwollend aufgenommen. Währenddessen kamen in Frankreich drei weitere Gemeinden dazu (Cresserons, Cambes-en-Plaine, und Perier-sur-le-Dan), damit die Einwohnerzahlen von hier und dort relativ gleich waren. Vier Rathäuser und vier Bürgermeister, aber nur ein Komitee, mit dem der Gerbrunner Partnerschaftsverein IGEP kommuniziert.

2000 wurde in Gerbrunn der Partnerschaftsvertrag von Bürgermeister Lorke besiegelt und im Jahr darauf in Cresserons gegengezeichnet.

Danach folgen Jahre des gegenseitigen Besuchens, nun mit dem Bus, da die Mitgliederzahlen erfreulicherweise anstiegen. Als feststehender Termin bewährte sich Christi Himmelfahrt, doch auch darüberhinaus gibt es zahlreiche Treffen. Mal ist es Sprachkurs, ein anderes Mal ein Wandertag oder der Jour fixe, eine Gesprächsrunde, zu der einmal im Jahr Vertreter aller Partnergemeinden zusammenkommen, um gemeinsame Veranstaltungen zu planen.

Nachdem anfangs noch große Jugendtreffen stattfanden, ist die Beteiligung Jugendlicher immer geringer geworden. Das hängt wahrscheinlich auch mit der allgemeinen Reisefreiheit zusammen, denn Jeder kann ja auch alleine überall hinfahren. Aber die Idee der Partnerschaft beinhaltet mehr. Wer sie pflegt, bekommt Einblicke in die Kultur und Lebensweise des Anderen, da man ja in den Familien wohnt. Man erlebt aufwendig zubereitete Abendessen, aber bei den von den Franzosen besonders beliebten Picknicks, kann es dann auch einfach Schinken und Möhrensalat aus dem Glas geben. Aber naturlich mit Baguette, Camembert und Wein!

Die Vorbereitungen für das diesjährige Jubiläum hatten schon angefangen, kamen jetzt aber durch die Corona-Pandemie zum Stillstand. Doch an Christi Himmelfahrt werden wir besonders an unsere französischen Freunde denken und uns an die vielen gemeinsamen Erlebnisse erinnern. 20 Jahre sind eine lange Zeit. Mögen noch viele gemeinsame Jahre folgen. Herzlichen Glückwunsch zur Jumelage!

Christiane Konrad ( Beirat des IGEP)